Ein neues Kapitel für die Schwestern und das Klosterareal
In zwei neuen Gebäuden entstehen moderne Wohnungen für ältere und pflegebedürftige
Schwestern der Kongregation vom Göttlichen Erlöser, die auch Menschen mit erhöhtem
Versorgungsbedarf offenstehen. Zudem finden Seniorinnen und Senioren aus Bühl und der
Region hier künftig ein neues Zuhause mit altersgerechten Appartements und einem
Pflegedienst direkt vor Ort. Ein Café wird die Attraktivität zusätzlich steigern, als offener
Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner, Besuchende, Nachbarschaft und die
Stadtgesellschaft.
Besonderen Wert legt man auf die harmonische Eingliederung der Neubauten in das historisch gewachsene Klosterensemble. Die mehrgeschossigen Gebäude entstehen an der Rückseite des bestehenden Haupthauses und sind eng an den Klosterkomplex angebunden. Die Nähe zur Klosterkirche bleibt dabei bewusst erhalten: Kurze Wege zur Kirche ermöglichen den Schwestern auch künftig die Teilnahme am geistlichen Leben.
Parallel zum Neubau wird das Hauptgebäude im Inneren saniert. Dort entstehen zwei anbietergestützte ambulant betreute Wohngemeinschaften, die insbesondere für Schwestern mit höherem Unterstützungsbedarf ausgelegt sind.
Impressionen zur Grundsteinlegung






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Umfangreiche Wahlleistungen im Betreuten Wohnen
Im Betreuten Wohnen sind insgesamt 49 barrierefreie, teils rollstuhlgerechte Wohnungen mit einer Größe von 40 bis 75 Quadratmetern vorgesehen mit integriertem Wohn- und Schlafbereich, Küchenzeile, barrierefreiem Bad, Balkon oder Loggia. Jede Wohnung ist über Aufzüge erreichbar und verfügt über ein Notrufsystem in allen Wohneinheiten. Ein Gemeinschaftsraum führt die Bewohnerinnen und Bewohner bei Besuchen, Festen und Veranstaltungen zusammen. Die Parkanlage lädt zu Spaziergängen und Erholung ein. Eine Tiefgarage, Fahrradstellplätze, Lademöglichkeiten für E-Rollstühle und gemeinschaftliche Funktionsräume machen das Angebot komplett.
Als Wahlleistungen werden ein Reinigungs-, Wäsche- und Mahlzeitenservice,
Hausmeisterdienste und Einkaufs- und Begleitdienste angeboten. Mitarbeitende vor Ort
unterstützen im Alltag im Kontakt mit Behörden und Dienstleistern und organisieren
gemeinschaftliche Angebote und Veranstaltungen.
Im Falle eines Pflegebedarfs steht der ambulante Pflegedienst „Pflege Maria Hilf“ im Haus
zur Verfügung. Eine Kooperation mit niedergelassenen Ärzten, Apotheken, Physio- und
Ergotherapieeinrichtungen sowie regionalen Krankenhäusern sichert die medizinische
Grundversorgung.
Spirituelles Angebot für Bewohnerinnen und Bewohner
Ein zentraler Bestandteil des Konzeptes ist die spirituelle Begleitung. Die Teilnahme am Gottesdienst in der Klosterkirche, Feiern der kirchlichen Feste im Jahreskreis, Gesprächsangebote und Seelsorge sind auf Wunsch möglich.
Betreiber der Wohngemeinschaften und des Betreuten Wohnens ist die TGE gTrägergesellschaft mbH für die Einrichtungen der Schwestern vom Göttlichen Erlöser mit Sitz in Neumarkt i.d. OPf..
Nachhaltiges Energiekonzept
Die Neubauten an sich zeichnen sich vor allem durch ihre nachhaltige Gebäudetechnik aus. Eine vollflächige Photovoltaikanlage auf dem Dach in Kombination mit einer Wärmepumpe und einem großen Batteriespeicher versorgen sie ganzjährig und nahezu CO2-neutral mit Energie. Die aufwendige Fassadengestaltung fügt sich harmonisch in die schon vorhandene historische Klostersilhouette ein. Federführend dabei ist Alfred Krampfert: Der Bühler Unternehmer ist nicht nur Eigentümer der neuen Gebäude, sondern errichtet sie auch mit seiner gleichnamigen Baufirma. Die Kongregation stellt ihm das Grundstück langfristig im Rahmen eines Erbpachtvertrags zur Verfügung.
Erster Meilenstein der umfangreichen Baumaßnahmen
Die Grundsteinlegung markiert einen entscheidenden Meilenstein im umfassenden Transformationsprozess, den die Kongregation im Jahr 2022 für das sechs Hektar große Klosterareal angestoßen hat mit dem Ziel ein tragfähiges Zukunftskonzept für den geschichtsträchtigen Ort zu entwickeln, das besonders das altersgerechte Wohnen in den Mittelpunkt rückt. Die Baumaßnahmen basieren auf umfangreichen Workshops, Planungsrunden und öffentlichen Informationsveranstaltungen, in die Ideen von Schwestern, Fachleuten und Bürgerinnen und Bürgern eingeflossen sind. Bereits im Herbst 2023 wurden erste Zukunftskonzepte erarbeitet. Dabei suchte man von Anfang an die enge und wohlwollende Zusammenarbeit mit der Stadt Bühl.
Ein zentraler Schritt folgte im Oktober 2024, als der Stadtrat einstimmig die Aufstellung eines Bebauungsplans für das Klosterareal beschloss – die planerische Grundlage für die bauliche Entwicklung. Am 13. November 2025 wurde schließlich die Baugenehmigung für das neue Betreute Wohnen erteilt, wodurch der Weg zur heutigen Grundsteinlegung endgültig frei wurde.
Die Projektsteuerung für Entwicklung des gesamten Klostergeländes liegt in den Händen von Hartig & Hirsch, einem auf Standort- und Projektentwicklung spezialisiertem Beratungsbüro aus Knechtsteden in Nordrhein-Westfalen.




